Geschlossene PVT-Anlagen sind vor allem Fachleuten aus der Forschung bekannt und werden fast ausschließlich von ihnen erwähnt. Sowohl das Verhalten dieser Systeme (gelbe Felder) als auch mögliche Einsatzstrategien (grüne Felder) wurden bisher nur von Forschenden beschrieben.
Offene PVT-Kollektoren haben den Vorteil, dass sie sehr einfach aufgebaut sind: Da Luft ihre Hauptwärmequelle ist und jederzeit zur Verfügung steht, lassen sich solche Anlagen (sogenannte WISC-PVT, „Wind and Infrared Solar Collectors“) gut als alleinige Quelle für die Wärmepumpe nutzen. Geschlossene Systeme hätten in kalten Winternächten dagegen deutlich niedrigere Quelltemperaturen und könnten stärker vereisen.
Aus diesem Grund eignen sich geschlossene Systeme vor allem in Kombination mit größeren Wärmespeichern. Sinnvoll wäre beispielsweise ein Speicher, der den gesamten nächtlichen Bedarf — und idealerweise sogar den Bedarf bis in die Mittagsstunden — abdecken kann.

Strategisch betrachtet führt der Einsatz geschlossener PVT-Anlagen zu höheren Systemtemperaturen auf der Quellseite der Wärmepumpe. Deshalb sind Wärmepumpen, die höhere Quellentemperaturen erlauben (derzeit sind maximal etwa 20 °C üblich), für die Nutzung solcher Kollektoren unerlässlich.
Auch die Kombination mit solarthermischen Anlagen wird von zwei Forschenden als sinnvoll eingeschätzt. Durch die Kopplung von PVT-Systemen mit herkömmlicher Solarthermie lassen sich die Vorteile beider Technologien synergetisch nutzen: einerseits ein maximaler Eigenverbrauch des PV-Stroms, andererseits höhere Quellentemperaturen für die Wärmepumpe.