In diesem Beitrag möchten wir unsere Annahmen zu den Kosten der Anlagenkomponenten vorstellen. Diese Kosten werden als Grundlage für alle weiteren techno-ökonomischen Untersuchungen in unseren Modellen verwendet.
Die Kostenwerte basieren hauptsächlich auf den Angaben des PVT-ISFH-Berechnungstools (für Einfamilienhäuser) sowie auf den Komponentenpreisen aus dem Technikkatalog.
Die Systemkosten wurden auf Basis der Kostenannahmen des PVT-Berechnungstools des ISFH ermittelt und entsprechend der Leistung einer Anlage für ein Mehrfamilienhaus skaliert. Die blauen Zellen in Tabelle 1 zeigen die Komponentenkosten aus dem Berechnungstool, während die orangefarbenen Zellen die Kostenannahmen aus dem Technikkatalog enthalten. Zur Veranschaulichung der daraus resultierenden Systemkosten zeigen die mittleren Zellen die skalierten Kosten für ein Beispielsystem eines Mehrfamilienhauses mit 34 kW thermischer Leistung und 95 m² PV(T)-Fläche.

- Die Kosten der Heizungsanlage sind in beiden Quellen relativ ähnlich, liegen im Technikkatalog jedoch geringfügig höher.
- Die Kosten für die PVT-Kollektoren wurden der Consolar-Preisliste entnommen.
- Für die Installation der PVT-Anlagen wurden die Montagekosten größerer Solarthermieanlagen aus dem Technikkatalog herangezogen. Genauere Angaben zu Installations- und Montagekosten von PVT-Anlagen sind in der Literatur nur schwer zu finden. Wir gehen davon aus, dass die angenommenen Kosten eher die obere Grenze der zu erwartenden Montagekosten darstellen. Diese vergleichsweise hohen Kosten führen in unseren Berechnungen zu entsprechend höheren Systempreisen. Für die techno-ökonomische Optimierung stellen sie daher ein „Worst-Case“-Szenario für die Umsetzung der Systeme dar. Gleichzeitig ermöglichen sie es, die kleinste wirtschaftlich optimale Anlagengröße unter der Annahme hoher Systemkosten zu bestimmen.